2015 – 2016 Rückblick und Ausblick

Nein, eigentlich bin ich nicht zum Scherzen aufgelegt. Bei meinen →früheren Jahresrückblicken konnte ich noch ein paar Witze unterbringen. Aber was sich im abgelaufenen Jahr bei uns abgespielt hat, das ist nicht mehr lustig. Bestenfalls Anlass zu bitterem Sarkasmus. Und so wie es aussieht, wird es wohl auch 2016 nicht besser.

Aber versuchen wir doch einfach, dem ganzen auch etwas positives abzugewinnen. Etwas, was aufgeregte Gemüter beruhigen kann. Wie etwa der amtliche Polizeibericht aus Köln vom Morgen des 1. Januar. Der Text ist historisch und wird noch einmal Kultstatus erreichen. Lieber Stefan Raab, denk Dir eine hübsche Melodie dazu aus und dann nix wie ab zum ESC! Und weil diese Prosa so schön ist, will ich sie hier in voller Länge wiedergeben:

POL-K: 160101-1-K/LEV Ausgelassene Stimmung – Feiern weitgehend friedlich

01.01.2016 – 08:57

Köln (ots) – Die Polizei Köln zieht Bilanz

Wie im Vorjahr verliefen die meisten Silvesterfeierlichkeiten auf den Rheinbrücken, in der Kölner Innenstadt und in Leverkusen friedlich. Die Polizisten schritten hauptsächlich bei Körperverletzungsdelikten und Ruhestörungen ein.

Von Donnerstagabend (31. Dezember) 18 Uhr bis heute Morgen (1. Januar) um 6 Uhr sprachen die Einsatzkräfte im Stadtgebiet Köln 94, in Leverkusen zwei Platzverweise aus. Bislang gingen bei der Polizei 20 Anzeigen zu Sachbeschädigungen ein (Vorjahr: 25). Im Vergleich zum letzten Jahr stieg die Zahl der Körperverletzungsdelikte von 78 in Köln leicht an. 80 Mal wurde die Polizei tätig. In Leverkusen verzeichneten die Beamten 4 Straftaten dieser Art (Vorjahr: 5). Die Zahl der gemeldeten Ruhestörungen stieg im Vergleich zum Vorjahr (76, davon 8 in Leverkusen) an. Bis 6 Uhr schritten die Polizisten in 80 Fällen, davon 7 in Leverkusen gegen zu lautes Feiern ein.

Kurz vor Mitternacht musste der Bahnhofsvorplatz im Bereich des Treppenaufgangs zum Dom durch Uniformierte geräumt werden. Um eine Massenpanik durch Zünden von pyrotechnischer Munition bei den circa 1000 Feiernden zu verhindern, begannen die Beamten kurzfristig die Platzfläche zu räumen. Trotz der ungeplanten Feierpause gestaltete sich die Einsatzlage entspannt – auch weil die Polizei sich an neuralgischen Orten gut aufgestellt und präsent zeigte. (st)

Wer’s nicht glaubt, der kann’s immer noch hier nachlesen:    http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/3214905

Nun wissen wir inzwischen, daß für mancherlei Kölner Weiblichkeit der arabische Frühling schon in der Silvesternacht angebrochen ist. Willkommenskultur wurde verinnerlicht, psychisch und oftmals auch physisch. Wie hieß es doch noch im alten Volkslied? Richtig: Denn mir sin kölsche Mädchen ..Mir lossen uns nit dran fummele, mer losse keene ran.

Schnee von gestern.  Dagegen hat die  Höhner-Hymne neue Aktualität: Mir sin multikulinarisch un sin multikulturell, mir sin en jeder Hinsicht aktuell – auch sexuell!

 Verlassen wir das schlüpfrige Thema und überlegen, was wir sonst noch positives von 2015 berichten können. Genau, die Preise für Heizöl Sprit und Diesel sind gesunken. Erfreulich. Allerdings wollen uns die ewigen Spaßbremsen, nämlich die Grünen, die Freude gleich wieder vermiesen. Eine neue Dieselsteuer soll her. So die neueste Forderung der FunktionärInnen.

Apropos Diesel: Im vergangenen Jahr wurden wir darüber aufgeklärt, was geschickte Programmierer so alles bewerkstelligen können. Da werden sogar die Schadstoffe aus heißen Abgasen wegcodiert! Hoffen wir, daß dieses schöne Beispiel vermehrt junge Menschen dazu motiviert, ein Informatikstudium aufzunehmen. Vielleicht gelingt es sogar eines Tages, die gefährlichen Emissionen aus der heißen Luft, die unsere Politiker ständig von sich geben, zu eliminieren. Leider gibt es dafür noch keine Grenzwerte. Das wäre doch mal eine sinnvolle Aufgabe für das Europaparlament!

Und sonst? Positiv, was uns hierzulande verschont hat: Keine Erdbeben, keine Tsunamis, keine Epidemien, kein großer Terroranschlag. Trotzdem fehlen bei unseren Verantwortlichen nach wie vor ein paar Tassen im Schrank, die da schon vor Jahren rausgefallen sind. – Sonst ging alles seinen gewohnten Gang: Frisches Geld für unsere griechischen Freunde. Dabei hatten die doch so nach dem Rausschmiss aus der Eurozone gebettelt und dafür sogar einen Kabarettisten nach Brüssel geschickt. Alles umsonst. Mutti Merkel blieb hart: Hier habt ihr die siebzig Milliarden und jetzt Ruhe bis nach der Bundestagswahl!

Griechenland: Weiter wie gewohnt

Griechenland: Weiter wie gewohnt

Auch für uns Inländer gab es was zu feiern: Nach fünfzehn Jahren hatten die deutschen Reallöhne preisbereinigt endlich wieder das Vor-Euro-Niveau erreicht, siehe hier:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/realloehne-rekord-gehaelter-fuer-die-deutschen-13435785.html

Apropos Euro und EZB: Eine richtige Sause gab es 2015 in Frankfurt. Neben dem üblichen Ritual zum 1. Mai in Kreuzberg oder andernorts konnte man bei der Einweihung der EZB  mal so richtig auf den Putz hauen: http://www.express.de/news/eskalation-in-frankfurt-schock-video–hier-fackeln-randalierer-polizeiautos-ab-847828

Dagegen verliefen die Pegida-Veranstaltungen zum einjährigen Jubiläum der Bewegung eher beschaulich wie eine Kaffeefahrt:

21.12.2015 Pegida in Dresden (Foto: privat)

21.12.2015 Pegida in Dresden (Foto: privat, Klicken zum Vergrößern)

Aber was ist eigentlich aus der PKW-Maut geworden? Still verblichen nach dem ganzen Rummel. Kein Mensch redet mehr über Seehofers Jahrhundertwerk. Mir tun nur die paar hundert Beamten leid, die vom Verkehrsminister speziell für die Mauterhebung angeheuert wurden. Nichts ist für einen Menschen deprimierender als das Gefühl der Nutzlosigkeit und des Nichtstuns.

Was bringt uns das Neue Jahr 2016? Ein wunderbares Jubiläum: Fünfhundert Jahre Reinheitsgebot des bayerischen und deutschen Bieres! Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Im Suff lässt sich vieles leichter ertragen. Wenn schon Schönreden nicht nützt; Schöntrinken hilft, das wurde wissenschaftlich bewiesen!  Probieren wir es!

Prost Neujahr wünscht Euch

Euer Bernd



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