Der deutsche Wald dankt dem Diesel

Dem deutschen Wald geht es prächtig. Von Waldsterben keine Spur. Die alljährlichen Waldschadensberichte sind für Insider reine Satire. Nur Alibi und Beschäftigungstherapie für die von der grünen Lobby gesponserten Ökofundamentalisten, die immer noch die Litanei von der großen Katastrophe herunterbeten. Inzwischen nimmt das in Fachkreisen niemand mehr ernst. Wer’s nicht glaubt, der wird hier u.a. fündig: http://www.novo-magazin.de/79/novo7916.htm Für den Laien: Einfach mal im Wald spazieren gehen. Und sich daran freuen, wie alles wächst und gedeiht. Allen Unkenrufen zum Trotz.

Und wem haben wir das zu verdanken? Eine ganz einfache Erklärung: Der atmosphärischen Düngung durch Stickoxide, verursacht vornehmlich durch den Autoverkehr, und da insbesondere die Dieselmotoren. Das ist sogar in amtlichen Dokumenten nachzulesen: http://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/lwf-spezial_02.pdf .

Aus dem Text: Ein aktuelles Problem ist, dass die in den traditionellen Wuchsmodellen festgelegten Zuwachsraten inzwischen weit unter dem liegen, was heute im Wald an Massenzuwächsen stattfindet (siehe LWF, 2005, Daten der Bundeswaldinventur, 2002). Der Hauptgrund dafür liegt in der extrem hohen Stickstoffanreicherung der unteren Atmosphäre, bedingt durch Stickstoffemissionen aus Industrie, Landwirtschaft und Straßenverkehr, denn Stickstoff steigert das Pflanzenwachstum. Die Zuwachsraten der alten Ertragstafeln liegen noch bei etwa 7 bis 8 fm pro Hektar und Jahr, wohingegen in Bayern heute im Mittel ca. 10 bis 12 fm pro Hektar und Jahr üblich sind. In manchen Gegenden werden bis zu 25 fm erreicht.

Zähneknirschend muß sogar das Umweltbundesamt eingestehen: Die unbeabsichtigte Stickstoffdüngung kann zu mehr Wachstum führen.

Nun ja, was für die Ertragstabellen des Finanzamtes ein Problem darstellt, das erfreut mich als Waldbesitzer. Denn ich weiß, wovon ich spreche. In zwei bayerischen Landkreisen bewirtschafte ich nachhaltig seit Jahrzehnten insgesamt vierzehn Hektar Mischwald aus urgroßväterlichen Besitz. Ich schaue mir bei jeder Fällung den Baumstumpf genau an. Ein guter Anzeiger für die Vitalität eines Baumes ist nämlich die Stärke der jeweiligen Jahresringe. Und die waren und sind in den letzten Jahren einfach prächtig.

Zugegeben: Es gab mal eine Zeit, da ging es dem Wald nicht ganz so gut. Damals, zu Anfang der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Hauptursache: Saurer Regen, verursacht durch Schwefeldioxid. Inzwischen sind alle Kraftwerke entschwefelt und sämtliches Benzin und Heizöl ist ebenfalls schwefelfrei. In Folge ging der Eintrag von Schwefeldioxid durch die Luft um 95% zurück. Mancherorts bringen die Landwirte sogar wieder Schwefel auf den Feldern als Dünger aus.

Und noch etwas: Kohlendioxid. Das als Klimakiller verschriene Gas ist für Bäume so überlebenswichtig wie für uns der Sauerstoff in der Atemluft. Und so ein Baum muß sich mächtig anstrengen, um das Kohlendioxid aus der Umgebungsluft herauszufiltern. Denn nur etwa vier von zehntausend Luftmolekülen entfallen auf das begehrte CO2. Vor Jahrzehnten waren es sogar nur drei von zehntausend. Den Baum wie alle anderen Pflanzen, die mittels Photosynthese aus CO2, Wasser und Sonnenlicht ihre Biomasse aufbauen müssen, freut das zusätzliche Angebot.

In diesen Tagen ist die Schummelei des VW-Konzerns mit den Abgaswerten seiner Dieselmotoren ein beherrschendes Thema. Was dem einen sein Uhl, das ist dem anderen seine Nachtigall. Eine Gelegenheit, die Sache mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Mundus vult decipi.

Ich freue mich auf qualifizierte Kommentare. Bitte keine bloßen Zitate aus Verlautbarungen des Umweltbundesamtes! Die sind mir bekannt.

Euer Bernd

Nachtrag: Dieser Beitrag ist durchaus ernst gemeint und keine Satire. Erst kürzlich hatte der anerkannte Waldbiologe Prof. Dr. Fritz Führ das Wohlergehen des Waldes in einem Leserbrief an die FAZ bestätigt:

waldesgrün

Und schon am 8.10.2014 berichtete die FAZ:

Dem deutschen Wald geht es gut. Vom Schreckgespenst Waldsterben kann nach
der jüngsten Waldinventur keine Rede sein. Dennoch gibt es Herausforderungen:
Vom Klimawandel bis zu den Bedürfnissen der Holzbranche.

rike. BERLIN, 8. Oktober. Die Vermessung des Waldes ist Handarbeit. Alle zehn
Jahre ziehen Experten in ganz Deutschland in die Wälder, ausgerüstet mit
Messgeräten wie Bitterlichrelaskopen, um die Zahl der Bäume zu bestimmen, die
Stammumfänge und ihre Länge bis zu den Wipfeln. Bundeswaldinventur nennt sich
das gesetzlich vorgeschriebene Bäumezählen, das nun zum dritten Mal
stattgefunden hat – zwischen 2011 und 2012. Am Mittwoch verkündete
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) das Ergebnis: „Es geht dem
deutschen Wald gut.“

So simpel ist es natürlich nicht. Wahr ist aber, dass von einem gewaltigen
Waldsterben, dem Schreckgespenst der achtziger Jahre, keine Rede sein kann. Seit
der Waldinventur 2002 ist die Waldfläche konstant geblieben. Der sagenumwobene
deutsche Wald bedeckt mit 11,4 Millionen Hektar fast ein Drittel der
Landesfläche. Mehr als 90 Millionen Bäume und Bäumchen haben Inventurtrupps und
Statistiker ermittelt; der Holzvorrat ist mit 3,7 Milliarden Kubikmetern größer
als in allen anderen europäischen Staaten; verglichen mit 2002, ist er um 7
Prozent gestiegen. „Geerntet“ werden jedes Jahr rund 76 Millionen Kubikmeter. Es
stehen heute mehr dicke Stämme in den Wäldern als vor zehn Jahren, der Anteil
des Mischwaldes ist auf drei Viertel gestiegen. Der Vorteil: Mischwälder sind
besser gewappnet gegen den Klimawandel. Trotzdem kündigte Schmidt einen weiteren
„Umbau“ des Waldes an, um ihn noch widerstandsfähiger zu machen. Eine Rolle
spielen soll dabei auch die in Nordamerika heimische Douglasie.

„Schützen durch nützen“ sei die richtige Strategie, sagte Schmidt am Mittwoch in
Berlin. Das unterschreibt auch Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der
Waldeigentümer. Vom Handeln der Waldbesitzer profitierten Natur, Umwelt und
Klima ebenso wie Gesellschaft, Arbeitsmarkt und Wirtschaft. Schmidt betonte, die
Holznutzung in Deutschland sei nachhaltig, und unterstütze so den positiven
Klimaeffekt des Waldes. „Unsere Wälder entlasten die Atmosphäre jährlich um 52
Millionen Tonnen Kohlendioxid.“ Das sei mehr als Hamburg und Berlin in einem
Jahr ausstießen. Totes Holz dagegen speichert kein Kohlendioxid, weshalb Schmidt
nicht noch mehr Totholz will – die Menge sei bereits gestiegen, was gut sei für
Käfer, Pilze und andere Organismen. Mehr aber muss aus Sicht des CSU-Politikers
nicht sein. Den Eichenprozessionsspinner, einen Schmetterling, dessen Raupen für
Kahlfraß sorgen und beim Menschen allergische Reaktionen auslösen können, will
er deshalb bekämpfen, wo nötig „mit Fluggerät“. „Ich bin für die Betreuung des
Waldes.“ Sorgen macht sich Schmidt, weil es noch keine Anträge der Hersteller
gebe für die Verlängerung von Pestizidzulassungen. Er signalisierte schnelle
Zulassungsverfahren, das Personal in den Behörden sei aufgestockt worden.

Quelle: http://fazjob.net/ratgeber-und-service/beruf-und-chance/umwelttechnik/125134_Das-Waldsterben-ist-gestorben.html


2 Kommentare on “Der deutsche Wald dankt dem Diesel”

  1. Mir als Umweltsensitivem wurde wegen der vielen Abgase und des Lärms des ständig gewachsenen Autoverkehrs zuerst u. a. mein gesundheitlich wichtiger Radsport kaputtgemacht, auch in meinem Beruf als Musiker kann ich mittlerweile nicht mehr arbeiten, schwere psychosomatische Beschwerden, schwerste Schlafstörungen. Bereits vor Jahren wurde wissenschaftlich konstatiert, daß es im ganzen Land kaum noch einen Platz gibt, an dem es wirklich still bleibt, auch durch Massenflugverkehr. Zur Zeit kann ich kaum noch das Haus verlassen, man wird wirklich fast überall nach kurzer Zeit mit Maschinen – oder Verkehrsgeräuschen oder Abgasen konfrontiert. Für mich eine apokalyptische Situation.

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    • Lieber Peter,

      ich kann Dein Problem gut verstehen. Mir ging es in meinem Beitrag ausschließlich um den Aspekt der Stickoxid-Emissionen. Und da, so seltsam sich das anhören mag, profitiert der Wald. Ich sage das als Betroffener, denn ich bewirtschafte sechs Waldparzellen in Größen von einem bis vier Hektar.

      Zum Autoverkehr, auch wenn das kein Thema des Artikels war: Wie jemand Belastung empfindet, das ist immer sehr subjektiv geprägt. Auch ich wohne in Großstadtnähe in der Einflugschneise eines Großflughafens, das nächste Autobahnkreuz ist gerade mal drei Kilometer entfernt. In unserem lokalen Sportverein bin ich aktiver Läufer; ich fahre auch Fahrrad, allerdings nicht in Wettkämpfen sondern zum Freizeitvergnügen. In unserem Verein gibt es etliche Triathleten, über zwanzig davon haben bereits einen Ironman (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, Marathonlauf) absolviert. Sie alle kommen hier aus dem gleichen Ortsteil und trainieren vorwiegend hier in der Gegend.

      Meine Kindheit habe ich in der Ruhrgebietsstadt Dortmund verbracht. Zechen, Kokereien, Stahlwerke. Der Wiederaufbau war noch im vollen Gange. Abrissbirnen, Presslufthämmer, Baumaschinenlärm. Täglich wischte meine Mutter den Ruß vom Balkon. Erst Anfang der sechziger Jahre waren die letzten Bombenruinen beseitigt. Bis dahin waren das für uns Abenteuerspielplätze, obgleich verboten. Autoverkehr: Die Autos hatten keine Katalysatoren; die dicken Diesel-LKW pusteten mächtige Rußwolken in die Umwelt und zudem gab es noch die Zweitakter von DKW, die knatternd ihren Ölqualm hinter sich herzogen. Verkehrsberuhigte Zonen? Unbekannt! Dampflokomotiven kenne ich noch aus eigener Anschauung. Ach ja: Es gab noch die Atombombenversuche von Russen und Amerikanern. Die Meldungen über Radioaktivität gehörten damals zum täglichen Wetterbericht. Nicht zu vergessen: Die Tiefflugübungen der Kampfjets über ländlichen Gebieten. Das war wirklich ohrenbetäubend.

      Ich habe das alles überlebt und bin längst im Rentenalter. Verglichen mit damals sind die heutigen Zustände geradezu paradiesisch. Nach meinem Empfinden ist gerade auch das Radwegenetz in den letzten Jahren sehr gut ausgebaut worden. Autos, Motorräder und Flugzeuge sind sauberer und leiser geworden.

      Aber wie gesagt, Stress und Empfindungen sind persönlich geprägt. Was der eine klaglos verkraftet, das bringt den anderen um. Meine Empfehlung: Es gibt auch in Deutschland noch die Oasen der Ruhe und Beschaulichkeit abseits von Hektik, Fluglärm und Durchgangsverkehr. Und die Preise dort sind oftmals niedriger als in der Stadt.

      Herzliche Grüße

      Bernd

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