Leserbrief: Wie sich die Griechen selbst helfen können … aus der Geschichte lernen

Landauf- landab zerbricht sich jeder der den Kopf, wie wir den armen Griechen aus ihrer Klemme helfen können. Als ein besonderes Hindernis zur Gesundung der Staatsfinanzen wurden allgemein die vielen Beamten bei den Hellenen ausgemacht. Diese können obendrein die  Ämter auch noch an ihre Kinder weitervererben. Dabei ist guter Rat gar nicht teuer: Hatte doch die katholische Kirche im Mittelalter genau dasselbe Problem. Ämter und Pfründe fielen  den Nachkommen zu. Es ist dem Reformeifer der progressiven Mönche des Klosters Cluny zu verdanken, daß kurz nach der ersten Jahrtausendwende auf päpstlichen Erlass der Zölibat zwingende Voraussetzung zur Priesterweihe wurde.   Ohne Ehe keine Kinder, kein Nepotismus! Bis auf wenige Ausnahmen funktionierte das über die Jahrhunderte ganz gut. Eine der wenigen  Ausrutscher von dieser Regel wird derzeit in der aktuell ausgestrahlten Fernsehserie über die Borgias thematisiert.   Und auch heute noch loben hohe geistliche Würdenträger  den Zölibat in höchsten Tönen.

Was sich in der katholischen Kirche seit fast tausend Jahren bewährt hat, könnte auch den Griechen helfen: Vergabe von Staatsämtern nur an unverheiratete, kinderlose Aspiranten. Und sollte sich  doch noch später einer zur Ehe bekennen, ja  dann muß er eben auf sein Amt verzichten.  So wie es in Katholizismus gut gelebter Brauch ist. Und außerdem: Ein unverheirateter Staatsbediensteter hinterlässt keine Witwe und Waisen, die dann wieder aus dem Staatssäckel alimentiert werden müssten.  Also ein weiterer Schritt zur Gesundung der Staatsfinanzen.

Bleibt zu hoffen, daß unsere Troika, wenn Sie das nächste Mal wieder in Athen weilt,  diesen gut gemeinten Vorschlag im Gepäck hat.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Ulrich



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